Ob bereits vor dem Zweiten Weltkrieg ein Kleintierzüchterverein existierte, lässt sich nicht mehr eindeutig feststellen. Nach dem Krieg jedoch fanden sich die Halter von Kleintieren aufgrund der schwierigen Versorgungslage schnell wieder zusammen. Sie schlossen sich dem Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK) an, der eine eigene Sparte für Kleintierzüchter bildete. Der VKSK unterstützte seine Mitglieder bei der Beschaffung von Pflanz- und Saatgut sowie Futtermitteln und organisierte Leistungsschauen und Kleintierausstellungen.
Bis zur „Wendezeit“ trafen sich die Schönbrunner Kleintierzüchter einmal im Monat freitags im LPG-Versammlungsraum, der später vorübergehend als Behelfsgaststätte diente und heute vom Feuerwehrverein genutzt wird, um bei einem Glas Bier über ihre Tiere zu fachsimpeln.
Am 6. Dezember 1998 wurde der „Kleintierzüchterverein Schönbrunn e.V.“ neu gegründet. Neun Mitglieder nahmen an der Gründungsversammlung teil. Sven Ludwig wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt. Die Mitgliederzahl blieb über die Jahre hinweg konstant bei etwa zehn Züchtern.
Die Höhepunkte des Vereinsjahres sind die Ausstellungen, bei denen die Zuchtleistungen bewertet und prämiert werden. Besonders hervorzuheben ist, dass die Schönbrunner Züchter regelmäßig mit ihren Rassekaninchen bei Ausstellungen in benachbarten Orten vertreten waren und sogar einmal an der Bundesschau in Leipzig teilnahmen.
Im Jahr 2000 bauten die Vereinsmitglieder das ehemalige Sportlerheim am Sportplatz zu ihrem Vereinshaus um und statteten es mit einem Stromanschluss aus.

Durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie, gestiegenen Anforderungen an tierschutzrechtliche Bestimmungen, wie Hygienevorschriften und Impfungen, die mit erheblichen Kosten verbunden sind, sowie durch die Schnelllebigkeit unserer Zeit und veränderte Interessen ist es um den Kleintierzüchterverein ruhiger geworden. Der Verein nimmt momentan nicht an Ausstellungen teil. Es gestaltet sich zunehmend schwierig, neue Züchter zu gewinnen. Dennoch bemüht sich der Verein, das Vereinsleben aufrechtzuerhalten und beteiligt sich weiterhin am gesellschaftlichen Leben im Ort, soweit es die Möglichkeiten erlauben. So hat der Verein über mehrere Jahre hinweg die Kirmes mit der Jugend gemeinsam organisiert.